Duftnoten

Eine Duftnote setzt sich aus verschiedenen Duftbausteinen zusammen. Ein Parfum besteht zu etwa 80 Prozent aus Alkohol, erst die darin gelösten Riechstoffe, aus natürlichen oder synthetisch hergestellten, ätherischen Ölen, machen aus dem Alkohol ein Parfum. Der Parfumeur komponiert einen Duft in vielen aufwändigen Arbeitsschritten aus den Duftnoten, die sich aus unterschiedlichsten Duftbausteinen zusammen setzen können.

Duftnoten – Eine Komposition aus Düften

Duftnoten werden aus einer Basisnote, einer Herznote und einer Kopfnote komponiert. Ein Eau de Cologne bildet beispielsweise eine Ausnahme, es besteht meist nur aus einer Kopfnote und einer Herznote. Der Anteil einer Duftnote gibt einem Parfum einen blumig-femininen, klassisch-eleganten, maskulinen, orientalischen oder fruchtigen Duft. Oft genügt bereits ein Tropfen einer Komponente um einen vollkommen anderen Duft zu erhalten. Daher ist die Komposition von Duftnoten eine sehr aufwendige Aufgabe. Man sagt, die Nase eines guten Parfumeurs muss durch eine mindestens sieben Jahre lange Schule gehen – erst dann sind die Sinne in der Lage, auch feinste Duftnuancen wahrzunehmen.

Je nach Konzentration der enthaltenen Duftöle, teilen sich Parfums in verschiedene Verdünnungsklassen. Das Eau de Cologne enthält bis zu fünf Prozent Duftstoffe, Eau de Toilette bis zu acht Prozent, Eau de Parfum bis zu 15 Prozent. Das klassische Parfum enthält sogar bis zu 25 Prozent Duftstoffe.

Die Basisnote bildet das Grundgerüst einer Duftnote und hat meistens eine holzige oder tierische Basis. Die Basis ist der am längsten wahrzunehmende Teil des Duftes.

Die Herznote zeigt den Charakter einer Duftnote und wird nach etwa einer viertel Stunde bewusst wahrgenommen. Erst die Kopfnote vollendet eine Komposition, sie ist das I-Tüpfelchen einer Duftnote.

Die Kopfnote wird zuerst wahrgenommen, verflüchtigt sich jedoch bereits nach etwa 15 Minuten. Für die Kaufentscheidung ist die Kopfnote die wichtigste Komponente eines Duftes.

Duftbausteine der Duftnoten

Die Basis der Duftnoten stellen häufig ätherische Öle aus Rinde und Harz dar. Zur Herstellung werden beispielsweise Myrrhe, Rosen- und Sandelholz, Weihrauch oder Zedernholz genutzt. Für die Herznote nimmt man häufig Duftöle aus Blüten, die wegen des aufwendigen Herstellungsverfahrens auch zu den teuersten Ölen gehören. Beliebte Blüten aus denen die Öle gewonnen werden, sind unter anderem Jasmin, Lavendel, Maiglöckchen, Rose und Veilchen.

Für die Kopfnote eignen sich vor allem Fruchtöle, die aus Zitrusfrüchten, Äpfeln, Erdbeeren, Himbeeren, Pflaumen oder Kokosnüssen gewonnen werden.

Herrendüfte zeichnen sich vorrangig durch Gewürznoten aus Anis, Muskatnuss, Zimtrindenöl und ähnlichem aus. Weiterhin werden pflanzliche Öle aus Eichenmoos, Lorbeer, Patschuli oder auch Wacholderbeeren gewonnen. Tierische Öle wie Amber, Bibergeil, Moschus oder Zibet werden heute aus Gründen des Artenschutzes in der Regel synthetisch hergestellt. Für winterliche Duftnoten sind die so genannten Gourmand-Noten wie Honig, Karamell, Mandel oder Schokolade hervorragend geeignet. Aus finanziellen Gründen werden heute zunehmend synthetische Duftstoffe verwendet. Qualitativ hochwertige Duftnoten, die natürliche Öle enthalten, bleiben somit – wie schon seit Jahrhunderten – weiterhin ein Privileg der besser gestellten Gesellschaft.