
Antike Duftöle
Bereits in frühen Hochkulturen fand Parfum Verwendung, allerdings kamen ihm dabei eher symbolische Aufgaben zu. Heutzutage dient ein Duft dazu, die eigene Persönlichkeit zu unterstreichen. Die Geschichte des Parfums begann damit, dass die Menschen erkannten, dass Pflanzen und Kräuter eigene Düfte abgaben, die man zur Betonung des Eigengeruchs einsetzen kann. Das lateinische Wort perfumus, sich zusammen setzend aus den Begriffen „durch“ und „Rauch“, zeigt an, dass durch Verbrennung aromatischer Substanzen Gerüche freigesetzt wurden.
Bereits 5000 v. Chr. wurden Duftöle und Duftsubstanzen zur Ehrung der Götter sowie zur Salbung der Toten, ferner für medizinische Zwecke, hergestellt. In den meisten Kulturen waren die Frauen für die Herstellung der Düfte zuständig. Sie gewannen die Aromastoffe durch Zerreiben von Pflanzen, die über Nacht in heißem Salzwasser verblieben, filterten dann die Flüssigkeit und vermischten sie mit heißem Öl. Eine andere Herstellungsvariante war es, feste Zutaten wie Weihrauch, Myrrhe oder Harze zu zerkleinern und mit Öl zu erhitzen. Teilweise wurden die Ausgangsstoffe auch direkt ausgepresst. Stets war Wohlgeruch jedoch der Oberschicht vorbehalten, denn die Grundstoffe waren selten und teuer. (weiterlesen…)