Verwendung von Parfum in der Vergangenheit

Antike Duftöle

Bereits in frühen Hochkulturen fand Parfum Verwendung, allerdings kamen ihm dabei eher symbolische Aufgaben zu. Heutzutage dient ein Duft dazu, die eigene Persönlichkeit zu unterstreichen. Die Geschichte des Parfums begann damit, dass die Menschen erkannten, dass Pflanzen und Kräuter eigene Düfte abgaben, die man zur Betonung des Eigengeruchs einsetzen kann. Das lateinische Wort perfumus, sich zusammen setzend aus den Begriffen „durch“ und „Rauch“, zeigt an, dass durch Verbrennung aromatischer Substanzen Gerüche freigesetzt wurden.
Bereits 5000 v. Chr. wurden Duftöle und Duftsubstanzen zur Ehrung der Götter sowie zur Salbung der Toten, ferner für medizinische Zwecke, hergestellt. In den meisten Kulturen waren die Frauen für die Herstellung der Düfte zuständig. Sie gewannen die Aromastoffe durch Zerreiben von Pflanzen, die über Nacht in heißem Salzwasser verblieben, filterten dann die Flüssigkeit und vermischten sie mit heißem Öl. Eine andere Herstellungsvariante war es, feste Zutaten wie Weihrauch, Myrrhe oder Harze zu zerkleinern und mit Öl zu erhitzen. Teilweise wurden die Ausgangsstoffe auch direkt ausgepresst. Stets war Wohlgeruch jedoch der Oberschicht vorbehalten, denn die Grundstoffe waren selten und teuer.

Mit zunehmender Christianisierung allerdings wurde die Verwendung von Parfum als unkeusch und damit als Sünde angesehen. Erst das Aufkommen der Pest und damit der Aufgabe des Parfums, schlechte Gerüche von Krankheit und Fäulnis zu überdecken, ist es zuzuschreiben, dass es wieder an Ansehen gewann. Im 17. Jahrhundert sollte es zudem Gestank infolge mangelnder Körperhygiene überdecken.

Je mehr der Trend zum Bad und zur Hygiene zunahm, desto größer war das Interesse an Kosmetik und Düften. Ende des 18. Jahrhunderts experimentierte der Korse Francois Coty, der als Begründer der heutigen Parfumkultur gilt, als erster mit einer Mischung von natürlichen und synthetischen Ingredienzen.
Heutzutage gibt es diverse Duftrichtungen, sinnlich – verführerisch – feminin – puristisch – extravagant – maskulin oder schlicht unisex. Die Düfte bestehen meist zu mehr als Dreiviertel aus chemischen, also im Labor nachkonstruierten Substanzen. In Männerparfums finden zunehmend außergewöhnliche Bestandteile wie Blut, Schweiß oder Sperma Beachtung. Wichtig ist es, einen Duft zu finden, der die eigene Persönlichkeit unterstreicht. Namhafte Hersteller wie Dr. Eckstein Kosmetik beraten individuell und helfen, ein typgerechtes Parfum zu finden.