Jean-Paul Gaultier Parfum

Jean-Paul Gaultier

Jean-Paul Gaultier

Jean-Paul Gaultier wurde am 24. April 1952 in Arcueil geboren.

Sein Vater ging dem Beruf des Buchhalters und seine Mutter dem der Kassiererin nach. Die meiste Zeit seiner Kindheit verbrachte Gaultier bei seiner Großmutter. Sie war freiberufliche Kosmetikerin und Wahrsagerin. Schon mit 14 Jahren brach er seine Schulausbildung ab und widmete sich der Mode. Obwohl er bis heute nie eine Ausbildung als Modedesigner gemacht hat, gilt er als französischer Modeschöpfer. Als junger Mann sendete er seine Modeskizzen an berühmte Designer und hoffte so auf Anerkennung.

Pierre Cardin, ein französischer Modeschöpfer, war beeindruckt von seiner Arbeit und machte ihn 1970 zu seinem Assistenten. Im Houte-Couture-Haus von Jean Patou arbeitete er ab 1971 als Assistent von Michael Goma und nach 1973 als Assistent von Angelo Tarlazzi. Seine erste eigene Kollektion stellte er 1976 vor und gründete bereits 1978 die Gesellschaft „Jean-Paul Gaultier S.A.“. Im selben Jahr feiert er seinen Durchbruch als Modeschöpfer. In den Jahren 1978-1981 ist er für das Modelabel Kashiyama tätig und arbeitet 1984 mit dem Fashion-Büro des internationalen Wollsekreteriats zusammen.Ende der 1980er starb sein langjähriger Lebensgefährte und Geschäftspartner, Francis Menuge, an den Folgen von Aids.

Besondere Auszeichnungen für seine ausgefallenen Modekreationen bekommt Jean-Paul Gaultier in Jahren 1987 und 1988. In Paris bekommt er den „Oscar der Mode“ (1987) und er erhält den „Oscar der Mode“ für seine Pret-à-porter-Kollektion. Was ganz neues probiert J.-P. Gaultier aus als er 1992 Mobelstücke entwirft. Mitte der 90er kommt seine Parfum-Kollektion auf den Markt und „Classique“ sowie „Le Male“ wurden zum Verkaufserfolg. 1997 präsentiert er seine erste Couture-Kollektion. 1998 kreiert er kimonoartige Kleider, die seine Inspiration zur fernöstlichen Kultur zum Ausdruck bringen.

Er bekam schon recht früh den Ruf, das „Enfant terrible“ (schreckliche Kind) der Mode zu sein. J.-P. Gaultier kreiert ausgefallene, kaum tragbare Mode, die er oft in Happenings vorstellt. Er setzt gerne unkonventionelle Modelle ein wie ältere, übergewichtige Frauen oder gepiercte und tätowierte Personen. Die meisten seiner Kreationen leiten sich von Alltagskleidung und der Pop-Kultur ab, während seine Haute-Couture-Entwürfe gleichzeitig streng formal und verspielt sind. Gaultier machte den Rock für den Mann berühmt. Er war jahrelang dafür bekannt, nach jeder Modenschau, mit einem schottischen Rock und einem gestreiften Matrosenhemd auf der Bühne zu erscheinen. Außerdem entwarf er Kostüme für viele bekannte Filme wie z.B. Das fünfte Element und war sogar für einige von Madonnas Outfits verantwortlich. Von ihm beispielsweise ist das legendäre Korsett, mit konischen Büstenhalter (1990). Seither gilt seine Mode als schrill, aggressiv und sexy.

Heute ist der Modeschöpfer Jean-Paul Gaultier für die neue Damenlinie von Hermes verantwortlich.