Glossar

In einer großen Parfümerie befinden sich meist hunderte verschiedener Parfum-Flakons der unterschiedlichsten Hersteller und Namen. Parfum, Eau de Parfum, Eau de Cologne, Eau de Toilette, Parfum-Öl, Splash-Cologne und andere Fachbegriffe werden häufig von den Verkäuferinnen genannt. Der Laie kennt sich damit jedoch meistens nicht aus, deshalb erklären wir in diesem Glossar die wichtigsten Bezeichnungen aus der Parfumwelt. Vorab noch das Wichtigste: Unter Parfum oder auch Extrait, versteht man eine fünfzehn- bis dreißigfache alkoholische Lösung der grundlegenden Parfum-Öle.

A wie Aphrodisierend
Hierbei handelt es sich um erotisch stimulierende, sowie erogene Bestandteile in Parfums. Sie sollen die sexuelle Aktivität anzeigen.

B wie Bouquet
Unter einem Bouquet ist ein Gemisch verschiedener Blütennoten zu verstehen. Das Bouquet ist in den meisten Fällen der wichtigste Teil der Herznote.

B wie Bouquettierung
Harmonisierung, Ausschmückung sowie die Abrundung einer Parfumkreation wird im Fachjargon unter Bouquettierung verstanden.

C wie Chypre
Parfums, deren Charakter sich durch ein einzigartiges Zusammenspiel von Eau de Cologne-ähnlichen Bestandteilen und Fonds ergibt, werden Chypre genannt. Die grundlegenden Elemente dieser Parfums sind Eichenmoos, Labdanum und Patchouli. Zur Gruppe der Chypre-Parfums zählen sehr sinnliche Düfte mit viel Wärme, welche häufig erogene Bestandteile enthalten.

D wie Designerdüfte
In den langen Regalen einer Parfümerie finden sich zahlreiche Parfums mit bekannten Namen, die auch in der Modewelt der Reichen und Schönen populär sind. Diese Parfums werden als Designerdüfte bezeichnet. Jene speziellen Düfte werden nach besonderen Angaben des Designers konzipiert und hergestellt. Komponiert werden sie dann von sehr großen Duftstoffunternehmen.

E wie Eau de Cologne
Abgekürzt mit EdC, ist Eau de Cologne eigentlich das gleiche wie Kölnisch Wasser. Hierbei handelt es sich um eine alkoholische Parfum-Lösung mit einer Dosierung von etwa drei bis fünf Prozent.

E wie Eau de Parfum
Das Eau de Parfum, auch EdP, ist ebenso eine Parfum-Lösung auf Alkohol basierend, allerdings in einer Dosierung von acht bis fünfzehn Prozent.

E wie Eau de Toilette
Bei dem Eau de Toilette (EdT) handelt es sich um eine alkoholische Parfumlösung von vier bis acht Prozent in der Dosierung.

E wie Enfleurage
Wenn die Rede von Enfleurage ist, ist eine besondere Methode zur Gewinnung qualitativ sehr hochwertiger Pflanzenextrakte gemeint. Das Enfleurage-Verfahren wird aufgrund des relativ hohen Aufwands nur noch selten angewandt. Hierbei werden Glasplatten, die in Holzrahmen gefasst sind, mit Fetten bestrichen und diese mit Blüten bedeckt. Nachdem das Fett komplett mit den Duftstoffen gesättigt ist, wird daraus mit Hilfe von Extraktionsmitteln reines Blütenöl gewonnen.

F wie Feminin
Als feminin wird ein Parfum immer dann bezeichnet, wenn der Duft die Weiblichkeit des Trägers unterstreicht. Das Zusammenwirken von Anwender und Duft spielt hierbei eine wichtige Rolle. Generell kann festgehalten werden, dass meistens blumige Parfums als feminin und weiblich bezeichnet werden.

G wie Grasse
Grasse, eine kleine Stadt in Südfrankreich, ist der Mittelpunkt der französischen Parfum-Industrie. Rund 28 Kilometer westlich von Nizza finden sich 700 Hektar Riechblumenkulturen.

H wie Harmonie
Harmonie im Bereich der Parfums bedeutet die exakte Abstimmung einzelner Komponenten. Diverse Bestandteile eines Duftes sollten nicht übermäßig vorhanden sein, damit sie nicht als unangenehm eingestuft und empfunden werden. Viele Düfte enthalten gegensätzliche Duftstoffe – hierbei muss Harmonie vorhanden sein, um einen wohlriechenden Duft zu erzielen.

I wie Ingredienzen
Ingredienzen wird bei Parfums häufig als Synonym für Inhaltsstoffe verwendet.

J wie Jasminig
Parfums, welche die Beschreibung JASMINIG tragen, bestehen in der Basis zum größten Teil aus Jasminblüte. Die verschiedenen Interpretationen reichen dabei von der natürlichen Blüte bis hin zu verfremdeten Gerüchen.

K wie Kölnisch Wasser
Beim populären Kölnisch Wasser 4711 handelt es sich im Prinzip um Eau de Cologne – eine ungefähr drei- bis fünfprozentige Parfum-Lösung in einem Gemisch aus Alkohol und Wasser. Die Note „Kölnisch Wasser“ setzt sich aus frischen, leichten und flüchtigen ätherischen Agrumen-Ölen zusammen. Es dient in erster Linie der Erfrischung und erzielt auch nur eine geringfügig parfümierende Wirkung

L wie Ledernote
Ledernoten kommen meist in maskulinen Parfums vor. Auch in der Familie der Chypre-Parfums kommen Ledernoten zum Einsatz.

M wie Mazeration
Unter diesem Fachbegriff ist ein Verfahren zu verstehen, mit welchem ähnlich der Enfleurage, aus Fetten Blütenöl gewonnen wird.

N wie Natural Spray
Ein anderer Name für Natural Spray ist „atomiseur naturel“. Hierbei handelt es sich um eine Zerstreu-Art, welche durch ein kleines Ansaugröhrchen innerhalb des Flakons gekennzeichnet ist.

O wie Orientalisch
Mit dem Begriff „orientalisch“, werden Düfte beschrieben, die an Gerüche aus dem Orient erinnern. Die Inhaltsstoffe bestehen meistens aus exotischen Blütennoten, Gewürzen, Balsamen, Resinen und sogar animalischen Komponenten. Orientalische Düfte werden auch heute noch eher an Wintertagen und in den Abendstunden verwendet.

P wie Parfum-Öl
Bei Parfum-Ölen handelt es sich um extrem konzentrierte Mischungen aus Duftstoffen sowie Riechstoffen – also so genannte „reine Duftessenzen“. In alkoholischer Lösung werden jene Parfum-Öle mit alkoholischen Lösungen vermengt und somit zum Parfümieren verwendet.

Q wie Qualität
Ein qualitativ hochwertiges Parfum setzt sich in erster Linie aus sehr guten Inhaltsstoffen zusammen. Natürliche Essenzen sind hierbei nicht besser als die im Labor entstandenen Duftstoffe. Haltbarkeit, Zusammensetzung und auch die Harmonie sowie die Duftbestandteile müssen perfekt aufeinander abgestimmt sein, um ein Parfum mit Qualität herzustellen.

R wie Resinoide
Resinoide sind Extrakte, welche aus Harzen beziehungsweise aus Pflanzenteilen gewonnen werden. Resinoide bestehen aus ätherischen Ölen sowie löslichen Bestandteilen wie Wachse, Harze und Ähnlichem. Ebenso werden den Resinoiden meist hoch siedende, geruchlose Lösungsmittel beigesetzt, um die Lösung besser verarbeiten zu können. Gut fixierende Eigenschaften und dunkle Farben zeichnen Resinoide aus.

S wie Splash Cologne
Unter diesen speziellen Essenzen sind niedrigprozentige, aus Alkohol und Wasser bestehende Parfum-Lösungen zu verstehen. Diese können ausgiebig und für den ganzen Körper eingesetzt werden, zum Beispiel nach dem Baden. Meist dienen sie zur Erfrischung.

T wie Tabaknote
Ähnlich wie die Ledernoten, befinden sich Tabaknoten hauptsächlich in Parfums für Männer. Neben der Tabaknote selbst, spielen die Aromen des Tabaks, wie zum Beispiel Honig oder Pflaume eine wichtige Rolle.

U wie Unisex Düfte
Sofern ein Parfum von Männern und Frauen verwendet werden kann, wird der Duft als Unisex-Duft bezeichnet. Jene besonderen Düfte besitzen in der Regel eine sehr sportliche, frische und relativ transparente Ausstrahlung.

V wie Verdünnen
Falls dem Träger das Parfum zu stark duftet, hat er die Möglichkeit, das Parfum mit Alkohol zu verdünnen. Es ist dabei empfehlenswert keinen konzentrierten Alkohol, sondern eine 90-prozentige Mischung aus Alkohol und destilliertem Wasser zu verwenden.

W wie Warm
Wenn Düfte als warm beschrieben werden, haben sie meistens einen charakterisierenden Anteil von Riechstoffen und zudem einen animalischen Duft an sich. Häufig werden warme Parfums auch mit bekannten Körpergerüchen assoziiert.

X wie XXL Flakons
Empfehlenswert sind XXL Flakons nicht, denn die Düfte verlieren zwei Jahre nach ihrer Öffnung ihre Haltbarkeit.

Y wie Yin & Yang Öle
Diese speziellen Öle vermitteln Harmonie und ein ganz bestimmtes Wohlgefühl beim Träger. Viele Träger beschreiben, dass sie sich dadurch ausgeglichener und ruhiger fühlen.

Z wie Zeitpunkt
Generell empfiehlt es sich das Parfum, ganz gleich welcher Art, direkt nach dem Duschen oder Baden aufzutragen. Die Haut ist dann noch warm und kann die Duftstoffe besser aufnehmen. Auch in den Haaren hält sich das Parfum sehr gut.